Schließen und weiter zur alten Mag41-Page

European Downhill Cup Špičák

16.08.2012 - 0:07
title

0

Nach einem super spaßigen Rennen in Pila ging es für Noah und mich weiter nach Spizak. Spizak ist ein kleiner, tschechischer Skiort, der nur ein Katzensprung von der deutschen Grenze entfernt ist.
Die Strecke wurde im Vergleich zum letzten Jahr kaum verändert. Lediglich ein paar kleine Arbeiten wie z.B Erdauffüllungen, welche die Strecke schneller und noch spaßiger als letztes Jahr machten. Sie ist ein Mix aus zwei Streckencharakteren, die erste Hälfte ist steinig, langsam und eng, die Zweite dagegen schnell und hauptsächlich auf der Skipiste und im Wald.



Während wir letztes Jahr im Schlamm fuhren, gab es dieses mal Sommer, Sonne, Sonnenschein. Das Wetter entsprach unserer Stimmung, oder besser gesagt, unsere Stimmung entsprach dem Wetter. Man merkte, dass die Fahrer auf der Strecke Spaß hatten. Ich war einer von denjenigen, der die Fahrten genoss, jedoch merkte ich gegen Ende des Trainings, dass ich den Gashahn zu stark aufdrehte und das Training beende sollte. Darauf hörte ich auch. Denn: Übermut tut selten gut!!



Am Samstag absolvierte ich meinen ersten Trainingslauf gegen neun Uhr. Durch die Regelung des Top 80 Trainings konnte ich an diesem Tag acht Trainingsläufe inkl. Seeding Run fahren. Gegen Mittag regnete es ein wenig, was aber halb so schlimm war, denn die Sonne kam wieder raus und trocknete die Strecke ab. So entstanden beste Bedingungen für den Seeding Run.


Trainingslauf von Noah und Ferdinand – absolut sehenswert!

Den Seeding Run brachte ich sauber und ruhig runter. Ich platzierte mich mit einer Zeit von 3.11 min auf dem ersten Platz der U17 Klasse. Was für mich persönlich jedoch viel bedeutender war, war die Platzierung in der Elite Klasse. Hier erzielte ich mein bis jetzt bestes Seeding Run Ergebnis, einen 19ten Platz. Noah hatte leider schon nach den ersten 10 Metern keine Kette mehr, platzierte sich trotzdem auf den 14ten Platz bei der Zwischenzeit. Er ruschte jedoch in der letzten Kurve gegen einen Baum und stürzte schwer auf den Kopf – was leider auch noch am nächsten Morgen schmerzen sollte. Nach dem Seeding Run ging es los zu einer zweiten Streckenbesichtigung. Ich fand noch 3-4 Stellen, die ich verbessern wollte.




Am Sonntag Morgen wachten wir bei Sonnenschein auf und so blieb es auch für den Rest des Tages. Die Strecke wurde duch die Trockenheit rutschiger. Ich fuhr mit Noah ein paar Runs und wir hatten eine Menge Spaß.

Danach ging es für mich auch gleich wieder zum Start hoch. Nach dem Aufwärmen hatte ich echt Lust einen schnellen Lauf zu fahren. Ich hatte wohl zu viel Lust, denn es gab vier Momente bei denen ich wegrutschte und mich mit dem Fuß abstützen musste. Ich habe zu viel Gas gegeben. Aus diesen kleinen Fehlern resultierte eine Zeit von 3.12 min, leider eine Sekunde langsamer als im Seeding Run. Trotzdem bin ich mit einem 1. Platz in der U17 und einem 28. Platz in der Elite zufrieden. Noah’s Rennlauf:
Nachdem ich einen bescheiden Qualilauf mit technischem Defekt und einem Schweren Sturz hatte, bei dem ich mir eine kleine Gehirnerschütterung holte, war mein Ziel für den Rennlauf, einfach nur sauber runter zu kommen.
Mein Rennlauf, ging ich also mit viel Ruhe und wenig Druck an. Ich wusste das ich auf dieser Strecke ein gutes Ergebnis fahren konnte, weil ich am Vortag, ohne Kette, in der Zwischenzeit 14. gewesen war. Also rollte ich los, trat, wo ich konnte, ging jedoch nicht ans Limit, sodass ich einen perfekten Lauf bei ca. 90% runter brachte. Mit diesem Ergebnis landete ich in dem International stark besetzten Starterfeld auf dem guten 13. Rang. Mich freute es mal wieder einen gescheiten Lauf runtergebracht zu haben, nach einer doch recht langen Periode des Wetterpechs, Pannen und Stürze. Mal schauen nächstes Wochenende ist Anzere, vielleicht war das ja die Wende zurück zu konstanten Rennergebnissen.



Foto: Christian Bartosch.

Vielen Dank an unsere Teamsponsoren: