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Bluegrass Enduro Tour Stop Nr.1 – Wissembourg

2.04.2012 - 18:55
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“Bonjour, ähhhh ou est le debut, ähhh???”
Am Sonntag war es wieder einmal Zeit die Französisch-Kenntnisse auf Vordermann zu bringen, denn die von Jerome Clementz mitorganisierte Bluegrass Enduro Tour startete in Wissembourg.

Da die Strecke zuvor sowieso nicht befahren werden durfte, genügte die sonntägliche Anreise. Statt Ausschlafen und Kirchenchor wurden wir und die anderen Teilnehmer (rund 300 Fahrer) mit wenigen Plusgraden und einer Startetappe bespaßt die alles andere als “entspannt” war. Wer leicht sadistisch veranlagt war (trifft wohl auf Alle zu), durfte den Power-Aggregat anwerfen und den Puls von 0 auf 200 drehen. Mit hysterischen Atemübungen kombiniert, keuchte man dann gute 4min lang über zähe Gegenanstiege gen Tal.

Wer auf ein leichtes 150mm Rad mit aggressiver Geometrie setzte, traf die vollkommen richtige Entscheidung.
Da man aufgrund der ausschließlich auf französisch beschriebenen Streckenführung und der geänderten Etappen sowieso nicht wusste, was nun als Nächstes kommt und wie lange der Spass gehen würde, entschieden sich die meisten Fremdsprachler für die “All-in” Taktik, die dem noch völlig kalten Körper schwer zu schaffen machte.
Zum Geschehen: Neben Dr. Vollgas (Remy Absalon) waren noch ein paar andere Charaktere am Start, die man mit diversen AHA-Situationen assoziiert. So zum Beispiel auch ein extrem schneller Remi Thirion, der auch auf den Pedalisations-Sektionen einen Guten machte.
Vorweg sei gesagt, dass Absalon einfach unschlagbar scheint. Der Hühne fährt wie mit Atom-Strom oder besitzt eine spezielle Boost-Taste. Jedenfalls sicherte er sich mit 30 Sekunden Vorsprung den Sieg vor dem Zweitplatzierten und machte sich zum Endgegner.
Die Strecken: Nachdem kurzfristig bekanntgegeben wurde, dass manche Etappen zweimal gefahren werden müssten (da die ursprünglich geplante Streckenführung von diversen Obrigkeiten ein Tag zuvor zunichte gemacht wurde), war uns auch spätestens nach Etappe 1 klar, dass die Qual noch einmal kommen würde.
Die 1000hm die man auf den Verbindungsetappen zu bewältigen hatte waren dagegen Kaffeekränzchen.
Gesagt sei vorweg, dass alle Strecken sehr viel Spass gemacht hatten (besonders 2+4). Die teilweise frisch in den Boden gegrabenen Wege machten ordentlich Laune und wollten dynamisch, als auch mit einem ordentlichen Grinsen gefahren werden.
Als letzte Etappe sprintete Fahrer nach Fahrer durch das idyllische Stadtzentrum von Wissembourg, dem Hunger entgegen – der Gott sei Dank – mit einem schick gebratenen Gefiedertier gestillt wurde.
Zielankunft:

Da die Veranstaltung sehr zeitig und organisiert losging, waren die meisten um ca. 2 Uhr fertig, was für eine entspannte Heimreise sprach.
Unterm Strich: Absolut klasse Event von Herrn Clementz! Der Cannondale Teamrider ist eben derzeit einer der besten Enduro-Fahrer weltweit. Die Erfahrung und die richtige Interpretation des Begriffs “Enduro” durfte man in Wissembourg am vergangenen Wochenende erleben.
Bei den nächsten Rennen mit am Start zu sein ist sicher kein Fehler. Die Elsass-Trails machen ordentlich Spass!
Noch ein herzliches Bild unserer Reisegruppe für die Memoiren.
Unter anderem mit: Peter Nilges, Jens Haug, Christoph Fuchs und weiteren Konsorten beim Hähnchen-Lunch.

Am 8. Mai geht es etwas südlicher in den Vogesen weiter mit Stop Nr. 2.
Ergebnisse Wissembourg gibt es HIER
Auf Bald.

Bild: Michael Meister