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Test: Cane Creek Double Barrel Air

6.07.2011 - 15:09
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Vor kurzem haben wir euch ein kleines Spyfoto vom neuen Double Barrel Air präsentiert. Wie versprochen folgt hier der erste Fahreindruck des Prototyps.

Vor dem ersten Testride kam allerdings die große Frage auf, passt der Dämpfer überhaupt ins Yeti? Die Ingenieure von Cane Creek hatten so ihre Zweifel… doch nach einigem hin und her passte er schließlich doch.


Spannung ob der Dämpfer ins Yeti passt?

Der Dämpfer basiert größtenteils auf der Stahlfedervariante, kommt also mit den gleichen Einstellmöglichkeiten (Low/Highspeed Zugstufe und Druckstufe). Die von uns getestete Variante ist ein früher Prototypenstatus. Dies erkennt man an der schwarz eloxierten Kolbenstange. Die aktuellen Prototypen haben silberne Kolbenstangen und eine etwas geänderte Hauptkammer. Die silberne Kolbenstange ist noch glatter, was aber nichts mit dem Ansprechverhalten, sondern lediglich mit der Geräuschkulisse zu tun hat. Der Dämpfer wird wahrscheinlich ab einer Einbaulänge von 190 mm bis 246 mm angeboten. Ob eine Variante mit 267 mm folgt, ist noch nicht klar, da die Nachfrage womöglich zu gering ist. Ganze 40 g weniger als ein Vivid Air soll die Serienvariante auf die Waage bringen. Derzeit sind die Prototypen aber noch etwas schwerer. Genaue Gewichtsangaben, Preise und Spezifikationen gibt es auf der Eurobike. Der Double Barrel Air soll übrigens kein reiner Downhilldämpfer sein, sondern auch Enduro und All-Mountain Fahrer beglücken. So viel zu den groben Fakten des DB Air, doch nun zum ersten Fahreindruck.


Aktueller Prototypen Status des Double Barrel Air

Nach dem ersten groben Setup in der Werkstatt, ging es auf den Testtrack namentlich Osternohe. Der kleine Bikepark in Bayern bietet abwechslungsreiche Strecken mit Steinfeldern, Wurzelpassage und einigen Sprüngen. Optimale Bedingungen um den Dämpfer auf Herz und Nieren zu testen.


Erstes grobes Setup in der Werkstatt

Die Zug- und Druckstufen Einstellungen wurden vorab von Cane Creek festgelegt, so dass der Dämpfer schon auf der ersten Fahrt einen guten Eindruck hinterließ. An der Liftstation wartete schon Josh Coaplen mit Werkzeug, um den Dämpfer zu verstellen. Nach kurzem Techtalk mit Josh wurde die Highspeed Zugstufe um eine Umdrehung schneller gestellt. Nach einem weiteren Run war jedoch klar, das war zu viel des guten. Also wieder eine halbe Umdrehung langsamer gestellt. Nun passte das Setup und der Dämpfer lieferte eine sehr überzeugende Performance ab. Das Federverhalten kommt sehr nahe an das eines Stahlfederdämpfers heran. Lediglich das Ansprechverhalten ist etwas straffer. Dies kommt einerseits durch die Dichtungen der Luftkammer und andererseits durch die größere Kolbenstange. Je dicker die Kolbenstange, desto größer die Fläche und somit auch die Reibung. Die Federcharakteristik ist nahezu gleich wie die der Stahlfeder Variante. Der Federweg wird linear genutzt und gegen Ende ein Durchschlagen durch die ansteigende Progression verhindert. Ob der Dämpfer auch auf langen Strecken die thermischen Probleme der Luftdämpfer im Griff hat, konnten wir leider nicht testen, da die Strecke in Osternohe dafür zu kurz ist. Laut Cane Creek Ingenieur Josh, soll der Dämpfer durch seine Twin Tube Bauweise damit aber keine Probleme haben. Die Twin Tube Bauweise haben wir in einem früheren Artikel schon einmal erklärt (siehe hier).



Fazit: Mit dem Double Barrel Air wird ein weiterer Luftdämpfer auf den Markt kommen, der für den Downhilleinsatz geeignet ist. Die Performance des Luftdämpfers kommt so nahe an die des Stahlkollegen heran, dass der Gewichtsvorteil entscheidend sein dürfte. Uns hat der Prototyp überzeugt und wir freuen uns schon auf die Seriendämpfer, die auf der Eurobike vorgestellt werden.