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Racereport EDC #3 Legoland

20.06.2011 - 18:00
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Bei der 3. Station des European Downhill Cups, konnte leider nicht das gesamte Mag41 Racing Team an den Start gehen. Während Robin noch an dem Worldcup am vorangegangenen Wochenende teilnehmen konnte, musste er das Rennen wegen Klausuren in der Uni saussen lassen. Genau der umgekehrte Fall gilt für Benny. Für ihn war der EDC nun das vorerst letzte Rennen in den kommenden Wochen, da bei ihm erst der universitäre Prüfungszeitraum beginnt. Im Folgenden der Bericht aus der Sicht von Benny:

Die Zeit zwischen Worldcup und EDC in Leogang überbrückten wir mit spaßigem Bikepark-Heizen und aufgrund des äußerst wechselhaften Wetters auch mit der ein oder anderen Lerneinheit an Uni-Krams. Außerdem sind nach anfänglichen Schwierigkeiten die ersten Exemplare unserer Mag41-Teamtrikots eingetroffen und wir konnten sie direkt einweihen.
Da wir die Strecke ja noch sehr gut kannten, brauchte man sich im freitäglichen Training keinen allzu großen Stress zu machen und somit vergnügten wir uns als Zuschauer mal neben der Strecke. Sie hatte vom ersten Rennen schon ganz schön gelitten: tief Löcher und Bremswellen soweit das Auge reichte, sämtliche Personalbemühungen schienen nur beim Dirtcontest zu liegen, um das Event nicht absaufen lassen zu müssen. Unser Track war übrigens absolut identisch mit dem Worldcup-Kurs, kein einziger Defekt wurde beseitigt, und aufgrund des absolut unberechenbaren Wetters waren damit natürlich so einige überfordert.



Interessant war, die Entwicklung mitanzusehen, wie sich die Strecke vom schnellen WC-Betrieb in eine komplett anders zu fahrende Strecke verwandelte. An ganz merkwürdigen Stellen entstanden Bremskrater, es gab nicht mehr nur eine schnelle Spur, sondern alles war eher breit zerfahren und auch die Schläge an sich kamen einem vor als säße man auf einem Schaukelpferd.



Leider herrschte auch im Fahrerlager keine bessere Stimmung. Aus unerklärlichen Gründen verlangten die Veranstalter von uns eine Unmenge an Standgebühren, die keiner bereit war zu bezahlen. Was für eine Abzocke, mehr fällt mir dazu eigentlich nicht ein!

Das Training gestaltete sich also ein wenig zäh, man merkte eben, dass man sich schon seit gut einer Woche auf demselben Acker durchkämpfen musste. Der Nachmittag leistete dazu sein übriges, die Quali der Elite musste aufgrund heftiger Sturmböen und Regenfälle abgesagt werden und wurde auf Sonntag verlegt. Für mich bedeutete dies: ab an den Laptop und die Hausarbeit “Qualifikations-Matrix für Mitarbeiter im Engineering-Bereich” für nächste Woche fertig schreiben.

Sonntags ging es also um die Wurst und durch den starken Regen am Vortag lief es auf der Strecke auch ganz gut für mich. Es war nicht mehr so eine zähe Masse durch den permanenten Wechsel von kalter Nässe und brütendem Sonnenschein, sondern alles eher flüssig geworden.



Das Ergebnis der Quali, Platz 11, war ganz ok, ich hatte aber noch einiges in Petto, da ich im unteren Teil leider die Strecke verlassen musste und einiges an Zeit liegen ließ. Im Finale konnte ich dies vermeiden, war dafür aber so in meinem Element, dass ich komplett vergaß zwischendurch mal die Brillen-Tearoffs abzureißen. An einer schnellen und flachen Stelle sprang ich letztendlich quasi blind in eine Passage hinein in Richtung Baum und konnte einen Sturz nur knapp vermeiden, was mich ärgerlicher Weise aber auch viel an Schwung kostete.



Ich konnte mich zwar noch auf einen guten 8. Platz retten, darf mit dem Lauf aber dennoch nicht wirklich zufrieden sein; Leichtsinnsfehler! In der Gesamtwertung stehe ich nun trotz Komplettausfall in Todtnau auf einem ausbaufähigen 12. Platz und freue mich auf die Zeit nach den Prüfungen.

Ein großes Lob möchte ich dieses Mal noch an die Jungs von Tune loswerden, die unser junges Team mit absolut bombigen Laufrädern ausgerüstet haben, die einfach wahnsinnig gut laufen; Dankeschön!! Und vielen Dank auch noch an Hanno Polomsky für die tollen und schnellen Bilder vom Wochenende. Damit bin ich ein Weile raus, man sieht sich hoffentlich wieder in alter Frische zur diesjährigen DM in Bad Wildbad.

Auch Noah war an diesem Wochenende sehr gut unterwegs. Da er technische Probleme mit seinem eigenen Bike hatte, durfte er dieses Wochenende auf Robin´s Specialized Demo 8 verbringen, das in Größe M leider etwas zu klein für ihn war. Auch Noah kannte die Strecke schon vom Worldcup bei dem er sich nur knapp nicht qualifizierte. Nach einem passablen 20. Platz im Seeding Run am Sonntag Morgen, ging es für ihn Nachmittags wieder auf die Strecke. Auf dem langen Highspeed-Tretstück patzte er in einer Spurrille und kam dort zum Stehen. Von null auf 50 wieder anzutreten, um die sehr langen Sprünge zu nehmen, war fast ein Ding der Unmöglichkeit. So ließ er es ins Ziel rollen und kam immerhin noch auf einen – wenn auch unzufriedenstellenden – 46. Platz.

Momentan sind Benny und Noah in der Overall-Wertung des EDC auf Platz 12 und 13!



Titelfoto: MTB-News, sowie: Fraction Magazine.