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European Downhill Cup #2 Todtnau

27.05.2011 - 14:54
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Seit 2005 war Todtnau als traditioneller Track aus den Rennkalendern der Fahrer gestrichen geblieben. Nun meldete sich die Strecke am Hasenhorn mit Lauf #2 des iXS European Downhill Cups zurück. 317 Fahrer aus 20 Nationen und höchstes Niveau bildeten die Rahmenbedingungen für ein perfektes Rennwochenende.

“It´s like racing Cross Country” – Das Siegerstatement von Brook MacDonald zeigte, wie die Strecke von vielen der Fahrern eingeschätzt wurde: Super schnell und knall hart. Knall hart war nicht nur der staubtrockene Untergrund, sondern die 2 langen Tretpassagen der Strecke.
Die 3 km lange Strecke mit 320 Höhenmeter war aufgrund der hohen Geschwindigkeiten und den teilweise ruppigen Anliegern nicht zu unterschätzen. Bereits am Samstag im Seeding Run zeigte sich das Potential des wohl international bekanntesten Veranstaltungsorts Deutschlands. Fast schon erwartungsgemäß sicherte sich Marcus Klausmann (GER – Ghost ATG) die Tagesbestzeit mit 3.44 min. Auch Andreas Sieber (GER – Radon) fuhr eine hervorragende Zeit und belegte Platz 3.



Die Mag41 Racer Noah Grossman und Benny Strasser fuhren beide platt, sodass sie am nächsten Tag als eine der ersten Fahrer der Elite Klasse den Berg hinunterkamen. Zumindest Noah, der es sich mit 3:59 min lange Zeit im Red Bull Hot Seat bequem machen konnte. Benny verfolgte an diesem Woche das Pech, da er auch im Finallauf einen Plattfuß bekam und somit 2 DNF auf den Ergebnislisten stehen hatte.


EDC #2 Todtnau, Non-Stop Training von Downhill-Benny auf MTB-News.de

Als die Top20 Fahrer eintrudelten musste Noah allmählich weichen. Joshua Button (AUS – SC-Intense) schaffte als erster eine Zeit unter 3:50 min, was schlussendlich für den dritten Platz reichte. Wyn Masters (NZL – MS Evil), Nick Beer (SUI – Scott 11), Brook MacDonald (NZL – MS Evil) – alle fuhren verdammt schnell, aber keiner kam an die Bestzeit aus dem Seedingrun von Marcus Klausmann heran. Klausmann ging als letzter auf den Kurs und schien unaufhaltbar dem Sieg entgegen zu fahren.



Doch in der letzten Kurve vor dem langen Tretstück sprang ihm der Reifen von der Felge. Aus. Die große Enttäuschung war Marcus anzusehen. Aber das ist Racing – alles oder nichts. Letzten Endes erreichte Nick Beer den zweiten Rang und wurde nur von MacDonald geschlagen, der mit 3:45 min den Sieg einfuhr. Noah Grossman erreichte einen – bei diesem hochkarätigen Starterfeld – sehr guten 15. Platz!



In der Klasse Elite Women konnte Teamchef Claudio Caluorie von Scott 11 einen Doppelsieg feiern. Auf den ersten Platz fuhr Floriane Pugin (FRA – Scott 11) und verdrängte die amtierende Schweizer Meisterin Emilie Siegenthaler (SUI – Scott 11) mit über 11 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Rang. Dritte wurde Miriam Ruchti (SUI – SC Nukeproof).

Schnellster Master war Wilfred van de Haterd (NED – Bike Service Eisenach) vor Samuel Aklin (SUI – Bikegarage DH Team) und dem lange verletzten Nino Antic (CRO – Giant). Die Kategorie U17 entschied souverän mit 10 Sekunden Vorsprung Gregoire Pazdziorko (BEL – Barracuda Company). Er verwies Julian Hibben (GER – Rose) und Jan Freyser (GER – Zonenschein Fly) auf die nachfolgenden Plätze. Vierter wurde der Stuttgarter Ferdinand Brunold!



Alles in allem war Todtnau eines der Highlights der Saison, trotz der etwas fraglichen Streckenführung. Hoffentlich wird es in Zukunft wieder häufiger Austragungsort internationaler Rennen sein. Auch die Präsenz des hochkarätigen Starterfelds zeigt, dass der iXS European Cup sich nach den Worldcups zu der wichtigsten und anerkanntesten Rennserie gemeistert hat. Keep on growing! Die vollständigen Ergebnisse sind auf www.ixsdownhillcup.com zu finden.



Mag41 Racer Robin fuhr wegen Uniklausuren nur alibimäßig mit. Ein schönes Wochenende, aber aufgrund eines Sturzes kein zufriedenstellendes Ergebnis.