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Cyclist´s Passion

31.01.2011 - 13:38
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Nicht nur für Männer ist der Cyclepassion Kalender in den letzten Jahren zu einem festen Teil ihrer Passion – Biken – geworden! Auch Frauen begeistern sich durchaus für diesen Kalender, der mit Bikes und Titten – dank Kreativität und Stil – nicht viel gemeint hat… Zumindest auf den zweiten Blick. Wir wagten einen Blick hinter die Kulissen der sexy Bilder von Fotograf Daniel Geiger, die den Sport zur schönsten Nebensache der Welt machen. Denn Hauptsache in diesen Momenten sind die Profi-Radlerinnen in ihren knappen Outfits, freizügigen Posen und ihrem Fetisch fürs Biken – dazu zählen leichte Latex-Schläuche, Ketten, zackige Zahnkränze und und und…

Mag41: Daniel, ich denke, die meisten Leute werden deine Pics aus Random, MountainBike Magazin und den Katalogen von Scott, Merida/Centurion, Tune und unzähligen weiteren kennen. Deshalb lass uns doch gleich zur Sache kommen – Cyclpassion (CP): Wie und wann kamst du dazu?
DG: Ich habe Anke Wilken 2006 getroffen, als sie gerade einen neuen Fotografen für den CP gesucht hat. Der erste Kalender, den sie im Jahr 2006 mit einem Mannheimer Mode-Fotografen gemacht hatte war zwar schön gewesen, hatte aber von Kritikern zu wenig Bike-Bezug attestiert bekommen. Also kam Sie auf mich zu und da wir beide aus der gleichen Gegend im finstersten Schwarzwald kommen war das Eis schnell gebrochen. Beim 2007 er Katalog arbeiteten wir dann immernoch mit Models, aber wir fotografierten diese z.B. beim Giro oder im Rahmen vom Slopestyle in Saalbach. Mit dem Kalender 2008 kam mir dann die Idee, das ganze mit Bikestars zu probieren, die ich von meiner langen Zugehörigkeit zur Bikeszene ja sehr gut kenne. Seit dem ist der CP Kalender ein Who-is-Who der weiblichen Radprominenz. Das macht schon stolz.




Mag41: Wer steht hinter CP – Organisation, Produktion, Vermarktung, das macht man ja auch nicht einfach nur nebenbei?
DG:Anke Wilken aus Heidelberg und ihr damaliger Mann haben die Idee CP gehabt. Es gab schon Radkalender wie z.B. den Felt Cruiserkalender. Der Anspruch sollte aber sein, dass der Kalender außer in der Werkstatt eines Bikeshops auch in der Zahnarztpraxis oder von der bikeafinen Ehefrau abgesegnet im Wohnzimmer hängen kann und soll. Anke arbeitet hauptberuflich als Unternehmensberaterin. Sie ist für die ganze Produktion, ich für die Kreation zuständig. Und das funktioniert sehr gut. Mittlerweile sind wir schnell einer Meinung was die Bildauswahl und das Design des Kalenders angeht. Seit diesem Jahr gibt es auch erstmalig das Making of des kompletten Shootings auf DVD. Markus Neuert, der mit seiner Filmproduktion cyclefilm.com viele Filme in und um die Radszene macht, hatte Anke letztes Jahr angesprochen und vorgeschlagen einen Film mit uns zu machen. Das CP Shooting ist dabei eigentlich “nur” der Rahmen für die Interviews und Hintergrundinformationen die man zu den Fahrerrinnen bekommt. Eine kurzweilige Stunde später hat man einen sehr persönlichen Einblick in die Geschichte der Frauen und die Motivation bekommen, ein Leben als Bikeprofi, mit allen Höhen und Tiefen, zu führen.



Mag41: Werden wir deine Bilder nächstes Jahr auch wieder im CP sehen dürfen?
DG: Ich hoffe schwer, dass wir auch nächstes Jahr wieder einen tollen Kalender auf die Beine stellen. Mittlerweile ist er zur festen Größe in der Bikeszene geworden und die Nachfrage steigt jedes Jahr! Da muss man ja weitermachen ;) .

Mag41: Jedes Jahr auf ein Neues also, wann beginnen denn die Arbeiten für die Shootings?
DG: Eigentlich nehmen wir uns jedes Jahr vor früher anzufangen – haha. Aber am Ende wird dann doch alles immer recht knapp vor der Eurobike fertig. Viele, nein eigentlich alle Termine müssen ja mit dem Trainings- bzw. Rennplan der Fahrerinnen abgestimmt werden. Letztes Jahr kamen z.B. Willow Koerber und Heather Irmiger direkt vom Weltcup in Offenburg zum Shooting nach Frankfurt. Sabine Spitz besuchten wir im Trainingslager in St. Moritz,…



Mag41: Woher kommen die Ideen für Szenerie und Location?
DG: Das hängt immer ein bissschen von der Grundidee für den Kalender ab. Im Vergleich zu 2010 als wir das ganze Shooting in einem weissen, 300qm Loft hier in Pforzheim fotografierten, wollten wir dieses Jahr wieder mehr Glamour im Kalender.
Also haben wir uns im Roomers Hotel in Frankfurt eingebucht. Eine Bombenlocation, tolle Stimmung. Trotzdem entstehen die Szenen und die Bilder oft erst vor Ort nach mehr oder weniger ausgiebigem “Warmschiessen”.

Mag41: Das ist doch ein Traum – Biken und Frauen im Job miteinander verbinden zu können, oder?
DG: Natürlich ist das ein Traumjob, der aber auch sehr harte Arbeit und Disziplin erfordert. Unsere Tage in Frankfurt begannen jeweils morgens um 9 und zu Hause war ich am nächsten Morgen um 4 Uhr in der Frühe…
Wenn aber dann DIE Bilder da und die Fahrerrinnen begeistert sind, dann war das alle Mühen wert. Mir geht es weniger darum leichtbekleidete Mädchen vor der Linse zu haben, als geniale Bilder von grossartigen, starken Frauen zu machen.

Mag41: Wie sieht es denn mit den Mädels selbst aus – kommen sie freiwillig á la Playboy? Wer trifft die Auswahl?
DG: Mittlerweile bekommen wir viele Anfragen von Fahrerrinnen und auch viele Vorschläge, wen man mal gerne im Kalender sehen möchte. Aber einfach “gerne Rad zu fahren” reicht leider nicht aus, um in den Kalender zu kommen.
Die letztendliche Auswahl treffen Anke und ich.



Mag41: Gab es auch schon Absagen von Mädels?
DG: Yep! ;)

Mag41: Wann dürfen wir eine Downhillerin erwarten – Rachel Atherton zum Beispiel?
DG: Das war eine Absage! Allerdings hatten wir schon die Trek Gravity Girls Steffi Marth und Solveig Lindgren im Kalender. Und Steffi hat es damit “sogar” in die Bildzeitung geschafft.

Mag41: Viele Dank für’s Interview, Daniel. Wir freuen uns schon auf den Kalender 2012!



Den Kalender und die Making of DVD gibt es auf der Homepage.